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Spottip - Niederlande Zeeland und Zuid Holland

Nachdem wir an der Ostsee mit feinstem Flachwasser verwöhnt worden sind, wurde es für uns wieder Zeit in welligeren Gefilden aufzubrechen. Kurzum. 10 Tage Zeeland sollten es sein. [singlepic id=2543 w=320 h=240 float=right]
Warum? Die Provinzen Zeeland und Zuid-Holland bieten eine umfangreiche Spotvielfalt für jegliche Windrichtungen und Bedingungen für Anfänger bis Fortgeschrittene auf wenige Quadratkilometer und sind aus Westdeutschland (Ruhrpott etc.) in ca. 3 Stunden erreichbar. Der Kultspot schlechthin lautet Brouwersdam. Dieser stellt am Wochenende den Hotspot in den Niederlanden dar.
Für alle die den "Damm" noch nicht kennen, stellt euch vor ihr packt alle eure Freunde in ein 10 Quadratmeter großes Wohnzimmer, packt dazu noch alle Haustiere und anschließend die Freunde eurer Freunde, bis es so richtig voll wird!
Dann dürfte dieser Zustand genau das Bild darstellen, welches euch am Wochenende am Damm erwartet. Bei gutem Wind findet ihr hunderte Kiter dicht gedrängt am Damm vor. Von Freitag Abend bis Sonntag herscht hier Ausnahmezustand und tagsüber steht hier alles an Basecamps von guten alten Kombis bis zum luxuriösen LKW-Wohnmobil mit ausfahrbaren Erkern. Allein dieser Anblick der vielvältigen Reisemobile ist die Reise wert. Die meisten Leute reisen über die N57 an. Zum Spot gehts direkt über den Damm welcher die Nordsee von dem Grevelingermeer abtrennt. Und hier liegt auch der Grund allen Übels begraben. Kostenlos geparkt wird direkt am Strand (Wasser). Das erklärt warums hier so voll wird. Vor Ort findet man eine gute Infrastruktur vor und die Kiddis können vom Wohnmobil aus dem Papa oder der Mama beim Kiten zuschauen. Kiteshops und Kiteschulen gibt es auch genügend. Wer eine gute Ausgangslage erwischen möchte mit entsprechendem guten Blick aufs Wasser, muss morgens schnell sein. Denn Übernachten ist am Damm verboten und man muss jeden Tag aufs Neue los. Für die Frühaufsteher hab ich einen Geheimtipp. Fahrt sehr früh Morgens zum Damm. Setzt euch mit einem Campingstuhl oben auf dem Damm mit einem leckeren Kaffee und schaut Euch ein grandioses Spektakel an, ala "Deutscher Urlauber markiert seine Liege am Pool mit Handtuch". Einfach nur Herrlich. Innerhalb von wenigen Minuten werden alle Dünen und Strandzugänge mit Hängern, Wohnwagen und Wohnmobilen zugebaut. Das muss man erlebt haben. Aber warum lohnt sich die Anreise, wenn doch alles so voll ist. Man kann es ähnlich beantworten wie die Glaubensfrage um einen Surferbus. Der Spot ist einfach Kult. Sobald man dort ist umgibt einem ein besonderes Urlaubsfeeling unter Gleichgesinnten. Es stimmt sonst einfach alles vom Parken, zum Essen und die sanitären Einrichtungen.
[singlepic id=2548 w=320 h=240 float=left]Kitebar sind alle westlichen Winde. Beginnend im Süden des Dammes, gibt es sogar ein umfangreiches Stehrevier. Wer mehr Platz braucht, der fährt einfach zum Strandpavillion "De Kous" weiter nördlich und kitet bis zur Badezone. Aber vorsicht, die netten Leute von der Politie kassieren gnadenlos Zonenüberschreitungen ab. Und glaubt nicht, die warten nicht auf Euch! Spart Euch den Ärger und haltet Euch an die gut ausgeschilderten Zonen.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es massig in der Nähe. Vom Minicamping bei einem Landwirt oder in luxuriösen Bungalow ist hier alles geboten. Günstig ist Zeeland allerdings nicht. Für eine Woche Bungalow zahlt man im Schnitt 650 EUR. Eine Nacht Camping kostet zwischen 13- 20 EUR. Haltet Ausschau nach Minicamping. Wild campen im Bus, kann richtig teurer werden und wird garnicht gern gesehen. Selbst in ruhigen Seitenstraßen klopfen Ordnungshüter einem aus dem Bus. Die Strafe beläuft sich auf ca. 70 EUR Bußgeld und muss sofort gezahlt werden.
Davon solltet ihr Euch allerdings keinesfalls abschrecken lassen. Statistiken beweisen, dass um die Gegend Brouwersdamm/Renesse die Sonne am meisten scheint. Kann es morgends noch regnen, ziehen die Wolken schnell vorbei und lassen die Sonne ab Mittag wieder strahlen.
Was gibts noch? Der Damm bietet moderate Bedingungen, weil dieser von einem sehr breiten Sandbankgürtel vor der offenen Nordsee geschützt ist. Somit findet ihr hier keine gescheiten Wellen. Eine alternative bietet 20 Kilometer südlich Vrouwenpolder. Hier gibts mehr Strömung und man findet draußen auch super Wellen vor. Hier gehen bereits sehr viele mit Direktionalboards raus. Allerdings ist der Weg vom Parkplatz bis zum Wasser schon sehr umfangreich und kostet 4 EUR am Tag. Wenn der Brouwersdamm zu voll ist, gibt es mit Ouddorp auch noch eine gute Alternative. Liegt ca. 5 Kilometer nördlich vom Damm und bietet bei entsprechendem Wind gute Wellen. Auch hier ist der Weg zum Wasser recht weit, allerdings kann man hier kostenlos parken. Alle Windrichtungen von West bis Nord sind kitebar. Alles andere ist ablandig.
Braucht ihr stehrevier, dann müsst ihr zum "Autostrand" Oostvoorne fahren. Durfte vor ein paar Jahren noch mit dem Auto befahren werden, heute nicht mehr. Die Oostvoornse Bucht, ist das größte Stehrevier an der niederländischen Nordsee. Aus diesem Grund schulen hier sogar Deutsche Kitesurfschulen. Wer auf tolle Atmosphäre und Umgebung wert legt, sollte diesen Spot allerdings meiden. Denn das Drumherum könnte ziemlich schnell aufs Gemüht gehen. Der Weg zum Spot führt vorbei an Schwerindustrie und riesigen Ölraffinerien. Geschuldet der Nähe zum Rotterdamer Hafen. Hier ist der Nabel Europas zur Welt!
Geparkt wird kostenlos und der Weg zum Wasser ist elendig weit. Aus diesem Grund wirds hier auch nicht so voll wie am Damm. Hier lohnt sich eine Handkarre. Vor Ort gibt es neuerdings auch ein Strandkaffee, sehr modern und man hat einen tollen Blick auf die Bucht. Zusätzlich gibt es eine sanitäre Einrichtung mit Duschen.[singlepic id=2556 w=320 h=240 float=right]
Wem die drei Hauptspots noch nicht reichen und so richtige Wellen braucht, der fährt nach Maasvlakte, welches vor Kurzem nach Umbau wieder eröffnet wurde. Dieser liegt an der Ausfahrt des Rotterdamer Hafens. Lange Zeit nannte man den Spot "Dead-Men-Point". Maasvlakte ist einer der krassesten Spots den Zuid-Holland zu bieten hat. Bei sehr starken westlichen Winden, türmen sich hier brachiale Wellen auf. Dieser Spot ist definitiv nur etwas für erfahrene Kiter. Die Strömung im Wasser ist wegen der exponierten Lage sehr stark. Freigegen wurde der Spot nun auch für Wassersportler, allerdings mit dem Hinweis "Auf eigene Gefahr". Geparkt wird auch hier direkt am Wasser. Dann gehts ein paar Meter über den Deich. Wer es erst mal ein wenig Ruhiger angehen lassen möchte, der geht direkt am Anfang raus. Hier gehen auch die meisten Leute rein. Möchtest Du direkt die volle Dröhnung, dann fahr bis zum Ende des Deiches und tob Dich aus! Das man hier nicht alleine raus geht versteht sich hoffentlich von selbst. Alle westlichen Winde gehen gut. Ab ca. 25-30 kn wird hier die Brandung richtig heftig.
Was macht man Abends? Entweder mit Freunden am Grill chillen oder Party in Renesse! In Renesse reiht sich eine Discothek an die andere. Nicht das Trinkgeld für die Türsteher vergessen, was hier üblich ist ;-)
Was macht man bei NO-Wind und Schlechtwetter? Da habt ihr unzählige Möglichkeiten. Chillen am Strand. Einkaufen und Sightseeing in den größeren Städten wie Renesse, Vlissingen oder Innenstadt Zieriksee. Leihen von Stand-Up-Paddle-Boards am Brouwershaven Surfzentrum am Greevelingermeer oder ein Besuch im Neltje Jans Erlebnis Freizeitbad. Dies und noch viele weitere Möglichkeiten gibt es in Zeeland.

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