F-One Frigate Testbericht – Erster Serien-Parawing mit echtem Potential!

F-One Frigate 5.5 Testbericht Titelbild

Testbericht zum F-One Frigate 5.5QM

Nach einigen Sessions mit der neuen Frigate 5.5 von F-One war schnell klar: Das ist kein weiterer „Fallschirm mit Griff“. Die Frigate ist der erste Serien-Parawing, der bei mir eine komplette Session auf dem Wasser durchlief – und das will was heißen.

Geflogen wurde die Frigate mit dem JAM 1400 Foil-Setup bei 11 bis 22 Knoten auf dem „bayerischen Meer“. Fahrergewicht: 64 kg. Damit war ich am oberen Ende des sinnvollen Einsatzbereichs für diese Größe unterwegs – genau richtig, um die Reserven und Grenzen des Parawings auszuloten.


Erster Eindruck – sauber gebaut mit Liebe zum Detail

F-One Frigate Handle und Bar Detail

Die Kappe ist hochwertig verarbeitet, ohne unnötigen Zierrat, aber mit technischen Finessen wie Rippenkaschierungen, Endstäbchen und seitlichen Spannstäben, die besonders das Entfalten nach einem Sturz extrem beschleunigen. Wer Peaks kennt, wird hier Neues entdecken – z. B. eine klar definierte Struktur bis in die Tipzellen.

Waagenvergleich F-One Frigate zu Peak

Die Handle ist kurz, solide und kantenfrei – allerdings wäre ein Prusik statt des mitgelieferten Gurtbands für die Einhandsteuerung die ergonomischere Wahl. Der mitgelieferte Trapeztampen ist schlank, aber das Packhandling an dieser Stelle könnte einfacher sein. Optimierungspotenzial besteht auch bei den Gallerieebenen: viele Nähte, viel Reibung – besonders mit Winterhandschuhen nicht optimal.


Auf dem Wasser – sofort da, wo sie sein soll

F-One Frigate im Flug

Trotz sehr kurzer Leinen (1,83 m) war keinerlei Eingewöhnung nötig. Die Frigate steht direkt, spurtreu und lässt sich präzise dirigieren – Wenden gelingen einfach, sie fährt neutral und ruhig, ohne je langweilig zu wirken. Besonders auffällig: Das Steuern folgt der Handle-Ausrichtung fast automatisch. Hier merkt man, wie viel die kurzen Leinen zur Kontrolle beitragen.

Das Reffen ist fast schon lächerlich einfach – zumindest über die A-Ebene. Der Widerstand beim Durchgreifen durch die Galerie könnte geringer sein, aber funktional ist das System top. Beim Packvolumen merkt man dann aber die Kehrseite der Stäbchen: So kompakt wie ein Peak wird’s nicht, unterm Lycra drückt die Frigate mehr auf. Dafür wiegt sie fertig flugbereit 100 g weniger – 0,82 kg im Vergleich zum 5,5er Peak4 mit 0,92 kg.


PRODUKT-TIPP
F-One Frigate Parawing – Produktbild

F-One Frigate

ab €949,00 (je nach Größe bis €1.349,00)

Pocket-Wing / Parawing für Foil-Sessions: Single-Skin Konstruktion mit dynamischem Bridging-System – für stabile Form, einfache Handhabung und effizienten Downwinder-Einsatz.

Größen
1.9 m² 2.5 m² 3.0 m² 3.5 m² 4.0 m² 4.7 m² 5.5 m² 6.5 m²
  • Single-Skin + dynamisches Bridging-System
  • Stabil in variablen Windbedingungen
  • Weniger Falten/Verwicklungen beim Handling
  • Für Downwind- & Foil-Setups ausgelegt
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Hinweis: Preis variiert je nach Größe (1.9–6.5 m²).


Performance: Gut – aber nicht ganz Peak-Niveau

Im direkten Vergleich zum Peak ist die Frigate etwas weniger effizient beim Höhelaufen, vor allem bei böigem Wind. Die Depower erfordert mehr aktive Handarbeit, besonders bei plötzlichen Böen. Das liegt nicht an der Kappe selbst – die bleibt stabil – sondern an der nötigen Bewegung entlang des Trapeztampens, was mit der aktuellen Klettlösung nicht ganz ideal gelöst ist.

F-One Frigate vs. Peak im Vergleich

Upwind geht sie gut – nicht ganz auf Peak-Niveau, aber ausreichend, um schnell wieder in die Welle zu kommen. Der Wendewinkel liegt bei etwa 100°, der Peak schafft etwa 90°. Also: kein Showstopper, aber spürbar.

Größenvergleich Peak Umbau vs. F-One Frigate 5.5

Manöver: Schnell, präzise, mit echten Vorteilen

Beim Wenden zeigt sich die Frigate berechenbar und wendig, mit etwas kleinerem Radius als der Peak – vermutlich auch ein Vorteil der kurzen Leinen. Beim Duckjibe überrascht sie: Das entlastete Tip zieht sich förmlich ein, ohne gegen den Turn zu arbeiten – eine Eigenschaft, die mir mit einem Peak dieser Größe nie gelungen ist.
Hier punktet die Frigate richtig!

Parawing Bar 360° vs. F-One Bar Vergleich


Kritikpunkte? Ja – aber keine gravierenden

Der Relaunch ist durch die geringere Kappenkrümmung nicht ganz so einfach wie beim Peak – sowohl übers Tip als auch downwind. Auch das Packmaß ist größer.
Dafür gibt’s aber klare Vorteile beim Handling, bei gewissen Manövern und in der Bauqualität. Wer den Dreh raus hat, kommt mit der Frigate sehr gut zurecht.


Fazit: Solider Serien-Parawing mit Charakter

Die Frigate 5.5 ist der erste Serien-PW, der ernsthaft mit einem umgebauten Peak mithalten kann. Sie ist kein Spielzeug, sondern ein sauber konstruierter, ernstzunehmender Parawing für Foiler, die keine Lust mehr auf Billigkonstruktionen haben. Besonders bei Manövern, beim Start und in höheren Windbereichen spielt sie ihre Stärken aus.

Wer den Peak kennt, wird hier Unterschiede spüren – nicht alles ist besser, aber vieles anders. Und wer einen gut verarbeiteten, durchdachten Serien-Parawing sucht, der direkt aus dem Sack aufs Wasser will, ist mit der F-One Frigate sehr gut aufgehoben!

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